Der Apfel- an apple a day keeps the doctor away

Was ist dran an dieser Volksweisheit? Eines gleich vorweg, klar ist, wer nur einen Apfel am Tag und ansonsten Junk-Food isst, den rettet der Apfel nicht. Aber ein Apfel täglich ist schon mal ein guter Beitrag zur gesunden Ernährung.

Apfel, das steckt drin

Mit etwa 75 Kalorien bietet ein mittelgroßer Apfel eine gute Mischung an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe sowie Wasser zum Durstlöschen. Er besteht zu 85 Prozent aus Wasser und liefert damit einen nennenswerten Flüssigkeitsbeitrag, wenn kein Getränk zur Hand ist. Seine "Zucker", die Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker), sorgen für rasche Bereitstellung von Energie für Muskeltätigkeiten und Denkaufgaben.

Das bedeutendste Vitamin des Apfels ist das Vitamin C. Der durchschnittliche Gehalt von einem Apfel mit Schale wird mit 12 mg je 100 g Frucht angegeben. Allerdings gibt es hier von Sorte zu Sorte große Unterschiede und auch innerhalb einer Sorte kann der Vitamin C-Gehalt insbesondere in Abhängigkeit von den Anbaubedingungen, Witterungseinflüssen und seiner Stellung am Baum schwanken. Zu den Vitamin C-reichsten Sorten zählen: Berlepsch, Cox Orange, Jonagold und Boskop.

Zu früh geerntete Äpfel enthalten allerdings kaum Vitamin C.

 

Die Ballaststoffe in Äpfel sättigen gut und fördern die Verdauung

Die Apfel-Ballaststoffe Cellulose und vor allem Pektin sorgen auch für ein gutes und schnelles Sättigungsgefühl. Und sie leisten noch mehr: Sie sorgen für eine gute Verdauung ohne den Darm allzu sehr zu belasten. Dabei reinigt Cellulose aufgrund seiner festen Struktur den Darm wie ein "Flaschenputzer". Der lösliche Ballaststoff Pektin quillt auf und sorgt damit für die notwendige Masse. Gemeinsam reinigen sie mechanisch alle Buchten und Falten des Darms. Pektin, das vielen von der Konfitürenherstellung bekannt ist, kann sehr große Mengen Wasser binden und sorgt nicht nur für einen voluminösen, sondern auch raschen Stuhl. Zudem wirkt Pektin sich günstig auf einen erhöhten Blutcholesterinspiegel aus, indem es Gallensäuren bindet und mit ausscheidet.

 

Aber bitte mit Schale - sekundäre Pflanzenstoffe

Der Grund: Äpfel enthalten viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe, die in oder direkt unter der Schale liegen. In verschiedenen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe des Apfels sehr wahrscheinlich eine Schutzwirkung gegenüber Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen ausüben.

Einige Verbindungen dieser Stoffklasse wie beispielsweise das Flavonoid Quercetin befindet sich ausschließlich in der Schale. Durch Schälen würde ein Großteil der wertvollen Wirkstoffe verloren gehen. Besser ist es deshalb, den Apfel einfach mit lauwarmem Wasser zu waschen und einem Papiertuch abzureiben. Das entfernt den Schmutz und eventuell anhaftende Rückstände zum großen Teil.

 

Nur gut gekaut entfaltet der Apfel sein volles Aroma

Wer das ganze Aromaspektrum eines Apfels genießen möchte, sollte die Frucht langsam und bewusst essen. Schweizer Wissenschaftler haben festgestellt, dass die sensorische Wahrnehmung des Apfelaromas in der Regel erst nach 70 „Kau-Sekunden“ abgeschlossen ist. Das Aromaprofil ändert sich im Laufe der Kau-Zeit und ist je nach Apfelsorte unterschiedlich. Es lohnt sich also, einen Apfel langsam zu genießen.

 

Frisches Obst und Gemüse aus der Region erhalten Sie auch beim Direktvermarkter in Ihrer Nachbarschaft. Weitere Informationen unter http://www.service-vom-hof.de/