Regionales Obst teilen mit dem Ernteprojekt „Gelbes Band“ in Niedersachsen
Frisches Obst aus der Region einfach selbst pflücken – kostenfrei und direkt vor der Haustür: Das ermöglicht das Ernteprojekt „Gelbes Band“, das 2026 erneut in Niedersachsen an den Start geht. Zum siebten Mal bringt das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) Menschen zusammen, die überschüssiges Obst teilen möchten – und solche, die es schätzen, selbst zu ernten.
Mit Beginn der neuen Saison ruft das ZEHN wieder Kommunen, Vereine sowie private Obstbaumeigentümer*innen dazu auf, ihre Bäume und Sträucher für das Ernteprojekt „Gelbes Band“ anzumelden. Das Gelbe Band an Bäumen signalisiert: Hier wird dazu eingeladen, sich von den Bäumen zu bedienen und für den Eigenbedarf zu ernten.
Reife Früchte sinnvoll nutzen
Ob Apfel, Birne oder Pflaume – jedes Jahr bleiben zahlreiche Früchte ungenutzt an Bäumen hängen. Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ setzt genau hier an: Wer Obstbäume besitzt und die Ernte nicht vollständig selbst nutzen kann, registriert diese beim ZEHN und stellt sie der Allgemeinheit zur Verfügung. Teilnehmende erhalten die Gelben Bänder kostenlos und bringen diese gut sichtbar an die Bäume an. Wichtig für Wiederholer*innen: Wenn Bäume erneut freigegeben werden sollen, müssen diese nochmals beim ZEHN angemeldet werden.
Transparenz durch Online-Karte
Wo darf geerntet werden? Diese Frage beantwortet die interaktive Standortkarte des ZEHN. Alle freigegebenen Bäume sind dort verzeichnet und bieten Erntenden eine einfache Orientierung: www.zehn-niedersachsen.de/standortkarte.
Viele Vorteile durch das Ernteprojekt
Lebensmittel wertschätzen: Gute Lebensmittel landen nicht auf dem Boden, sondern in Frühstücksdosen oder Einmachgläsern. Auf Wiesen gibt es noch alte Sorten, die Allergiker*innen oftmals besser vertragen.
Ernährungsbildung fördern: Besonders Kinder lernen durch eigenes Ernten, wo unser Essen herkommt und wie vielfältig Sorten schmecken können.
Gemeinschaft stärken: Teilen von Obst fördert ein solidarisches Miteinander. Menschen ohne Garten erhalten die Möglichkeit, selbst Obst ernten zu können, Gemeinschaftsaktionen können sich entwickeln.
Nachhaltig handeln: Nachhaltige Ernährung ganz praktisch: regionale Sorten und saisonale Ernte von natürlich gewachsenem Obst, direkt vor der eigenen Haustür.
Ein bewährtes Projekt mit wachsender Beteiligung
In Niedersachsen hat sich das Gelbe Band als unkompliziertes und beliebtes Beteiligungsangebot etabliert. Jahr für Jahr wächst die Zahl der Mitmachenden.
„Viele Kommunen und Privatpersonen setzen sich schon jahrelang sichtbar und aktiv gegen die Verluste von Obst ein und machen gleichzeitig Menschen ohne Bäume eine Freude, etwa durch das Teilen alter oder besonderer Obstsorten, und das sogar gratis“, sagt Projektkoordinatorin Charlotte Schneider vom ZEHN. Begleitende Informationsangebote wie Saisonkalender oder Tipps zur richtigen Lagerung von Obst und Gemüse unterstützen das Projekt zusätzlich.
Nachhaltig, kostenfrei und für alle offen
Das Ziel des Projekts geht über das Retten von Lebensmitteln hinaus. „Ob Familien, Schulklassen, Kitas oder Spaziergänger*innen – das Gelbe Band ist ein niedrigschwelliges Angebot für alle Generationen“, so Schneider. „Unsere Lebensmittel verdienen Wertschätzung. Wer selbst erntet, erlebt Natur, probiert Vielfalt und trägt ganz nebenbei zur Nachhaltigkeit bei.“ Mit dem Ernteprojekt „Gelbes Band“ wird Teilen sichtbar – und aus reifen Früchten ein Gewinn für viele.
Alle Infos zur Teilnahme und den Link zur Registrierung gibt es unter:
👉 www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband
Hintergrund: Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) mit Sitz in Oldenburg setzt sich für die Themenbereiche Ernährung, Lebensmittelwertschätzung, Hauswirtschaft und Alltagskompetenzen ein.

