Heimisches Frühlingsgemüse - Spargel, Radieschen und Kohlrabi

Der Frühling 2017 ist kein durchschnittlicher Frühling. Jedenfalls nicht bis jetzt mit seinen winterkalten Nächten. Wenn auch noch auf wärmende Sonnenstrahlen gewartet werden muss, kulinarisch ist er mit heimischem Spargel, Radieschen und Kohlrabi gestartet.

 

Weißer, violetter, grüner Spargel

Die Farbe des Spargels ist abhängig von Sorte und Sonne.

Grüner Spargel wächst über der Erde – deswegen seine Farbe. Er ist würziger im Geschmack, enthält mehr Vitamin C sowie ß-Carotin und seine Stangen sind im Allgemeinen dünner als bei weißem oder violettem Spargel.

Übrigens: noch dünner und würziger ist Wildspargel.

Weißer Spargel wird gestochen, wenn sein Köpfchen die Erdkruste leicht anhebt. Er wächst also komplett unter der Erde. Das verleiht ihm ein besonders mildes spargeliges Aroma.

Violetter Spargel ist weißer mit leicht lilafarbenem Kopf. Das „ervioletten“ erfolgt, wenn er seine Köpfchen durch die Erde steckt. Im Geschmack ist er etwas kräftiger als der weiße Spargel.

Frische erkennen
Frische Spargelstangen haben geschlossene Spitzen und feuchte Schnittstellen. Sie sind fest und knackig. Das Äußere ist leicht glänzend. Ein weiterer Test: Beim Aneinanderreiben der Stangen quietschen sie und brechen leicht.

Das macht die Stangen so wertvoll
Spargel ist außerordentlich kalorienarm – 100 Gramm liefern gerade einmal etwa 17 Kalorien. Sein hoher Gehalt an unverdaulichen Fasern (Ballaststoffen) sorgt für eine gute Verdauung, Asparaginsäure und Kalium bringen die Nieren in Schwung. Dieser harntreibenden Wirkung verdankt er auch seine frühere Bezeichnung "Polizist der Nieren".

Der geringe Energiegehalt, gekoppelt mit dem guten Ballaststoffgehalt, macht Spargel zu einer wertvollen Bereicherung für die leichte und dennoch gut sättigende Küche.

Zudem enthält Spargel die Vitamine B1, B2, Folsäure, die Vitaminvorstufe ß-Carotin sowie reichlich Vitamin C.

Spargel schmeckt auch roh
Die königlichen Stangen können auch roh gegessen werden. Beispielsweise passen sie gut in einen Blattsalat mit Ei, der mit einer Vinaigrette angemacht ist. Allerdings schmecken die Stangen roh anders. Das typische spargelige Aroma wird erst beim Erhitzen des Frühlingsgemüses gebildet.

Heimische Spargel-Saison
Die heimische Spargelsaison startet je nach Witterung Anfang bis Mitte April und endet am 24. Juni (Johannitag). Der Termin für die Ernte kann mit Schwarz-weiß-Folie oder durch Erwärmung des Bodens beeinflusst werden.

Durch Importe, überwiegend aus Griechenland, Spanien und Peru, wird Spargel inzwischen fast ganzjährig angeboten. Doch beim Spargel ist die Frische Trumpf. Das spricht dafür, auf Importware zu verzichten und jetzt beim heimischen Spargel zuzugreifen. Schließlich zehren lange Transportwege an Frische und damit an Zartheit und Aroma.

Ganz frischen Spargel gibt es direkt beim Bauern oder auf dem Wochenmarkt. Unter www.service-vom-hof.de finden Sie Spargelbauer in Ihrer Nähe.

Unsere Spargel-Rezepte finden Sie in der unten angefügten pdf-Datei.
 


Radieschen – meist klein, rot und ein bisschen scharf
Es gibt sie aber auch in weiß, weißrot bis hin zum violetten in ovaler oder rübenartiger Form. Einige Sorten sind recht mild, ihnen wurde die Schärfe weg gezüchtet.

Frische erkennen
Frische Radieschen erkennt man an saftigen Blättern und pralle, feste, nicht geplatzten Früchten. Wenn die Knolle bei einem leichten Fingerdruck nachgibt, ist dies ein Zeichen geminderter Qualität.

Das macht Radieschen wertvoll
Die für das scharfe Aroma verantwortlichen Senföle regen die Gallenbildung und den Gallenfluss an, zudem wirken sie bakterizid und schleimlösend. Radieschen liefern neben Kalium und Eisen auch einige B-Vitamine sowie ß-Carotin und Vitamin C.

Heimische Radieschen-Saison
Aus heimischem Freiland werden Radieschen ab Mitte Mai bis in den Herbst angeboten. Radieschen aus dem Freiland schmecken im Vergleich zum Unterglasanbau kräftiger, was auf der vermehrten Bildung von Senfölen beruht.

Aufbewahrungstipps für Radieschen
Ganz wichtig, zunächst die Blätter der Radieschen entfernen, das vermeidet Wasserverluste und verlängert die Frische. Dann die Radieschen in ein feuchtes Tuch einwickeln oder in einen luftdicht verschlossenen Behälter geben und im Gemüsefach des Kühlschrankes lagern. Dort können sie einige Tage aufbewahrt werden.

Unsere Radieschen-Rezepte für Sie finden Sie in der angefügten pdf-Datei.
 


Kohlrabi – auch die zarten Blätter schmecken

Kohlrabi eignet sich gut zum roh verzehren. Sein leicht süßliches, ein wenig nussiges, feines Aroma schmeckt in einem Rohkostsalat beispielsweise mit Radieschen oder Möhren oder pur als Gemüsesticks zu Dips.

Die Knolle kann darüber hinaus in vielfältiger Art und Weise gegart werden, beispielsweise gedünstet als Gemüse zu Fleisch. Als Zutat für Eintöpfe oder gebraten als Kohlrabi-Schnitzel.

Auch die zarten Blätter, die in der Mitte der Knolle wachsen, schmecken und enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Also das Kohlrabilaub nicht wegwerfen, sondern waschen, kleinschneiden und damit Kohlrabi-Gerichte wie Gemüsepfannen, Eintöpfe, Salate oder Smoothies verfeinern. Sie lassen sich auch einfach wie Spinat zubereiten.

Frische erkennen
Kohlrabi wird grundsätzlich mit Blättern zum Kauf angeboten. Knackige, kräftig grün leuchtendes Laub signalisiert Frische.

Die Schale der Knolle sollte gleichmäßig, ohne Schattierungen sein. Am besten schmecken im Allgemeinen die kleinen bis mittelgroßen Köpfe. Nach dem Einkauf sollte man die Blätter entfernen, da sie der Knolle Feuchtigkeit entziehen.

Das macht den Kohlrabi so wertvoll
Der besondere Geschmack der Knollen beruht auf den enthaltenen Senfölen. Diesen zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Stoffen, haben viele positive Effekte auf die Gesundheit. Mit nur etwa 25 kcal/100 g ist Kohlrabi ein ausgesprochen kalorienarmes Gemüse. Sein guter Ballaststoffgehalt sorgt dabei für eine hohe Sättigung. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind die Vitamine C und K sowie die Folsäure. Bei den Mineralstoffen sind Kalium, Calcium, Magnesium gut vertreten.

Ohne Blätter im Kühlschrank
Die Gemüseknollen lagern am besten ohne Blätter in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank. Dort halten sie sich etwa 8 Tage.

Heimische Kohlrabi-Saison
Kohlrabi ist ganzjährig im Handel erhältlich. Dennoch gilt er als klassisches Frühlingsgemüse. Während es sich bei sehr früh angebotenem Kohlrabi oft um Importware aus Italien, Spanien oder den Niederlanden handelt, kommt von April an deutsche Ware in den Handel. Besonders aromatisch, zart und saftig sind die ersten heimischen Knollen aus dem Freiland ab Juni.

Unsere Kohlrabi-Rezepte finden Sie in der unten angefügten pdf-Datei.

 

 

 


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Karin Nichter-Wolgast

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