Jetzt beginnt die Zeit der „Knubberkirschen“

Im Alten Land ist die Kirschen-Haupternte in vollem Gange – Große und saftige Früchte bei Verbraucher*innen sehr begehrt

Jork – Mit Ernte der beiden Hauptsorten „Kordia“ und „Regina“ im Alten Land ist nun die Zeit der „Knubberkirschen“ angebrochen: „Die ,Knubberkirsche‘ ist bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein Synonym für späte Kirschsorten mit festem, saftigem Fruchtfleisch“, berichtete am Freitag (10. Juli) Martin Kockerols, Spezialberater für Steinobst bei der zur Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen gehörenden Obstbauversuchsanstalt in Jork im Kreis Stade.

„Die Sorte ,Kordia‘ wird aktuell geerntet – Mitte Juli beginnt die Ernte der ,Regina‘-Kirschen“, erläuterte Kockerols. „Die Sorte ,Regina‘ ist einst in Jork gezüchtet worden – sie ist geschmacklich auf hohem Niveau, ist widerstandfähig, gut lager- und transportfähig und wird daher mittlerweile auf mehreren Kontinenten angebaut.“

Etwa 20 Kirschsorten haben aktuell an der Niederelbe wirtschaftliche Bedeutung. Dazu kommt ein Vielfaches an alten Sorten, die in kleinerem Umfang angebaut werden. Die Ernte früher Sorten wie zum Beispiel „Bellise“ hatte bereits Mitte Juni begonnen.

Nach Schätzung von Dr. Matthias Görgens, stellvertretender Leiter der Obstbauversuchsanstalt, werden in diesem Jahr rund 5.000 bis 6.000 Tonnen Süßkirschen in Niedersachsen, vorwiegend im Alten Land, geerntet. An der Elbe stehen auf rund 500 Hektar (ha) Süßkirschen.

Deutschlandweit bauen 6.600 Betriebe auf etwa 5.500 ha Fläche Kirschen an. Bei einem Selbstversorgungsgrad von 30 bis 50 Prozent wird ein erheblicher Teil der in Deutschland verkauften Süßkirschen importiert. Hauptlieferanten sind die Türkei und Italien.


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