Salatgurke – erfrischender Genuss, wenig Kalorien

Bei den jetzt sommerlichen Temperaturen bietet die wasserreiche Salatgurke erfrischenden Genuss. Ob als knackige Zutat für den Salat oder in einer Kaltschale oder pur als erfrischender Snack für zwischendurch. Gurken sind zudem sehr kalorienarm und liefern Vitamine und Mineralstoffe.

 

Inhaltsstoffe der Gurke – viel Wasser

Der Grund für die erfrischende Wirkung der Gurke ist ihr hoher Wassergehalt. Er kann bis zu 97 Prozent betragen. Das macht sie mit etwa 12 kcal pro 100 Gramm zudem sehr kalorienarm. Gurken enthalten Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe und ß-Carotin (eine Vorstufe von Vitamin A) sowie die Mineralstoffe Kalium und Eisen. Als Vitaminbombe kann die Wasserfrucht allerdings nicht bezeichnet werden, dennoch ist ihr Beitrag zur vollwertigen Ernährung mehr als nur ein Wasserlieferant.

Bitte nicht schälen
Für die Zubereitung von Salatgurken ist es vollkommen ausreichend diese gründlich unter fließendem, warmem Wasser zu waschen und anschließend mit einem Papiertuch abzutrocknen. Die Gurke nicht schälen. Der Löwenanteil an Vitaminen und Mineralstoffen steckt in oder direkt unter der Schale.

Gurken in der Küche
Salatgurken lassen sich gut mit anderen Gemüsesorten, wie beispielsweise Tomaten, Radieschen, Fenchel und Blattsalaten kombinieren. Mit einer Vinaigrette oder einer Jogurtmarinade mit Kräutern wird aus diesem Gemüsekombi ein knackig frischer Sommersalat. Ein weiterer Klassiker der Gurkenküche ist Tsatsiki. Aus dem grünen Sommergemüse lassen sich zudem erfrischende Suppen, Kaltschalen, Smoothies oder gegarte Gerichte wie gefüllte Gurken zubereiten.

Nicht so wie unsere Großmütter es taten!
In alten Rezepten ist zu lesen: Gurkenscheiben mit Salz bestreuen, damit diese Wasser ziehen. Anschließend die Scheiben ausdrücken. Diese Empfehlung aus Großmutters Zeiten bitte nicht befolgen. Denn mit dem Gurkenwasser gehen zu viele Vitamine und Mineralstoffe verloren.

Das Einsalzen und Entwässern wurde in früheren Zeiten bei bitteren Exemplaren zur Verminderung der bitter schmeckenden Cucurbitacine angewandt. Durch Züchtung wurde jedoch erreicht, dass es heute fast ausschließlich bitterfreie Sorten gibt.

Saison
Salatgurken werden das ganze Jahr über verkauft. Die Erzeugung erfolgt überwiegend in Gewächs- und Folienhäusern. Die Saison für Freilandgurken aus Deutschland ist etwa Mitte Juni bis September. Unterglasware aus heimischer Erzeugung ist bis Ende Oktober erhältlich. Hinzu kommen Importe vor allem aus den Niederlanden und Spanien.

Nicht in den Kühlschrank: Lagertemperatur um die 12°C
Gurken sind kälteempfindlich. Sie werden am besten an einem kühlen, dunklen Ort statt im Kühlschrank aufbewahrt. Bei Temperaturen von unter 8°C können Gurken nach ein paar Tagen einen Kälteschaden bekommen, glasig werden.

Zudem „altern“ sie in der Nähe von Obst und Gemüse, das das Reifungsgas Ethylen abgibt, dazu zählen beispielsweise Äpfel, Bananen und Tomaten.

Einkauf
Frische Gurken haben eine intensiv grüne Farbe und unbeschädigte Schale. Ihr Fleisch ist straff und fest. Dies lässt sich gut feststellen, wenn man mit dem Daumen kurz auf die Gurke drückt. Biegsame Gurken haben bereits Wasserverluste erlitten.

Oft werden sie in Folie eingeschweißt verpackt angeboten, so sind sie gut vor Flüssigkeitsverluste geschützt.

Gurken sind Beeren
Ja wirklich. Während die Gurke in der Küche wie ein Gemüse verwendet wird, rechnen sie Botaniker zu den Beeren. Gurken zählen wie ihre botanischen Verwandten, beispielsweise Kürbis, Zucchini und Melone, zu den Kürbisgewächsen, ihre Früchte sind Beeren.


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Karin Nichter-Wolgast

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